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Es gibt Menschen, die bauen Gebäude, andere entwickeln Patente und wieder andere schreiben Bücher. 

Und es gibt Menschen wie Friedhelm Loh. Sie investieren vor allem in Menschen, um Zukunft zu bauen. 

Die Öffentlichkeit kennt ihn als erfolgreichen Unternehmer. Ich kenne ihn seit vielen Jahren als Schwager, Weggefährten und Freund. Und je länger ich ihn begleite, desto mehr staune ich über den bodenständigen Menschen hinter dem Gesicht des international bekannten Unternehmers. 

Wenn man versucht, diesen Menschen besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf seine Wurzeln. 

Fragt man ihn nach den wichtigsten Prägungen seines Lebens, spricht er nicht von Erfolgen und Auszeichnungen, er erzählt von seinen Eltern. Je älter ich werde, sagt er, desto mehr entdecke ich, welchen Schatz sie mir mitgegeben haben. Sie predigten nicht, sie lebten vor. Ihr christlicher Glaube war Alltag.

Auch für Friedhelm Loh wurde der persönliche Glaube an Jesus Christus zum inneren Kompass, der ihn bis heute leitet.
Aus diesen frühen Prägungen im Elternhaus erklären sich auch die Werte, die ihn bis heute bestimmen.

Fragt man ihn nach seinen Werten, nennt er drei:

Wahrheit, Ehrlichkeit, Vorbild sein.

Worte, die leicht gesagt sind, aber ein Leben brauchen, um sie umzusetzen. 

Diese Haltung zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch in konkreten Entscheidungen. Von seinem Vater hat er noch den Satz mitbekommen: 10% der Zeit für Gottes Reich einzusetzen. Friedhelm Loh verschenkt Zeit und nicht nur finanzielle Unterstützung.

Wer seinen Terminkalender kennt, weiß, dass das vermutlich das größere Opfer ist. Aber gerade das kennzeichnet sein besonderes Engagement: Seinen Einsatz für christliche Werke, Bildungsinitiativen, und Stiftungen. 

Menschen fördern, Perspektiven eröffnen und Werte weitergeben, gehören für ihn selbstverständlich mit zu seinem Unternehmertum. 

Dabei denkt er selten in Grenzen, sondern in Möglichkeiten. Das Nationale Automuseum ist dafür ein gutes Beispiel. Ein Ort, an dem Kreativität entsteht, Studierende Ideen entwickeln und Menschen inspiriert werden. 

Ideen haben bei ihm keinen Ruhestand. Die innere Unruhe, Dinge weiterzudenken, zeigt sich auch im persönlichen Gespräch. Als ich ihn fragte, ob er kürzertreten wolle, lächelte er nur. 

Besonders gern erinnere ich mich an gemeinsame Tage in Oberstaufen. Wir wollten Abstand gewinnen, Bibeltexte lesen, uns bewegen und über Werte und die Zukunft unseres Landes und die Bedürfnisse junger Menschen nachdenken. 

Eine unserer Wanderungen ist mir unvergessen geblieben: 

Irgendwann endete unser Wanderweg plötzlich. Vor uns war Schluss. Ich sagte: „Dann müssen wir wohl zurück.“ Friedhelm antwortete: „Nein, ein Loh geht nicht zurück!“ Dann hob er den Finger und sagte: „Sei mal still.“ 

Wir hörten ein leises Plätschern. Wo fließt das Wasser hin? Ins Tal. Und wo wollen wir hin? Auch ins Tal. 

Also suchten wir im Dickicht den Bach. Das war nicht ganz einfach. Es gab Schlamm, Steine und ein rutschiges Ufer. Ich betete im Stillen: Herr, lass mich nicht der Erste sein, der im Schlamm landet. Der Herr hat mich erhört. Irgendwie kamen wir verdreckt unten im Tal an. 

Mit diesem Erlebnis wurden für mich ganz spezielle Wesenszüge von Friedhelm Loh sichtbar: 

Er denkt nicht in Sackgassen – wo andere umkehren, sucht er einen neuen Weg. Hindernisse sind für ihn selten das Ende einer Idee, sondern der Anfang für eine neue Lösung. Er denkt vom Ziel her und nicht vom Hindernis.

Er hört hin. Bevor er entscheidet, hält er inne. Das leise Plätschern des Baches zeigt, erst wahrnehmen, dann handeln. Wer genau hinhört, entdeckt oft Möglichkeiten, die anderen verborgen bleiben.

Er scheut keine unbequemen Wege. Anstrengende und rutschige Passagen gehören manchmal dazu. Und wer etwas bewegen will, muss bereit sein, Unsicherheit auszuhalten, hinzufallen und wieder aufzustehen. Bequeme Wege führen selten zu neuen Zielen.

Vielleicht war genau das für mich schon damals ein klares Sinnbild, was später in der WERTESTARTER-Stiftung Gestalt gewinnen sollte. Nicht aufgeben, aufmerksam bleiben und den Mut haben, auch schwierige Wege zu gehen. Immer mit dem Ziel vor Augen, jungen Menschen Orientierung und Zukunft zu eröffnen. 

Am Abend skizzierten wir auf der Rückseite eines Tischsets im Restaurant die Struktur für eine Stiftung mit den Förderbereichen Kindergarten, Schule, Jugendarbeit, Mitarbeiterqualifizierung. 

Im Gespräch führten wir dann inhaltlich aus, was das Bild bedeutet, wenn es als Grundlage für eine Satzung dienen soll. 

Wir gaben das Blatt einem Wirtschaftsprüfer. Er machte daraus eine Satzung. Und acht Monate später nahm die WERTESTARTER-Stiftung ihre Arbeit auf. 

Wenn ich heute auf Friedhelm Loh schaue, sehe ich erfolgreiche Unternehmen und mutige Wirtschaftsentscheidungen. Doch das beschreibt ihn nicht vollständig. 

Was bleibt, ist etwas Tieferes und Dauerhaftes: ein Leben, das sich gründet im festen Glauben an Gott und in Dankbarkeit für die Gaben, die er ihm geschenkt hat. 

Diese Gaben setzt Friedhelm Loh ein, um Werte weiterzugeben, und hat damit Menschen für ihr Leben geprägt. Ein Lebenswerk, das nicht nur in Zahlen messbar ist, sondern am Vertrauen auf Gott und an geprägte Charaktere und weitergegebene Werte.

Sein eigentlicher Erfolg zeigt sich dort, wo andere wachsen, Verantwortung übernehmen und selbst zum Vorbild werden. Und das wird auch in Zukunft tragen.

Friedhelm Loh engagiert sich vor allem für Menschen, damit auch sie einen Kompass für ihr Leben finden.  

Hartmut Hühnerbein, Vorsitzender des Stiftungsrats der WERTESTARTER-Stiftung